Mariä Himmelfahrt

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Feiertag Datum Gesetzlicher Feiertag in
Mariä Himmelfahrt 2019 Donnerstag, den 15.08.2019 Alle Länder
Mariä Himmelfahrt 2020 Samstag, den 15.08.2020 Alle Länder
Mariä Himmelfahrt 2021 Sonntag, den 15.08.2021 Alle Länder
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Mariä Himmelfahrt ist in ganz Österreich ein gesetzlicher Feiertag. Gedacht wird der Aufnahme der seligen Jungfrau Maria in den Himmel (Lateinisch: Assumptio Beatae Mariae Virginis). Das Datum ist der 15. August. In der katholischen Kirche handelt es sich um ein Hochfest.

gebundene Kräuter

Ein bedeutender Brauch: Kräuterweihen an Mariä Himmelfahrt

Welchen Hintergrund hat Mariä Himmelfahrt?

Die Basis für das Fest Mariä Himmelfahrt bildet ein Marienfest, das in der Ostkirche eingeführt wurde. Der heilige Kyrill von Alexandria sorgte im fünften Jahrhundert dafür, dass der 15. August Maria gewidmet wurde. Seit dem sechsten Jahrhundert wird an die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel geglaubt, was im Konzil von Triest (16. Jahrhundert) unterstrichen und 1950 von Papst Pius XII. sogar als Dogma festgelegt wurde. Die Aufnahme Marias wird in der Bibel lediglich angedeutet und erste konkrete Hinweise finden sich erst im vierten Jahrhundert. Bemerkenswert sind die Unterschiede zu Christi Himmelfahrt, die erst im Lateinischen sowie in zahlreichen anderen Übersetzungen deutlich werden. Bei Mariä Himmelfahrt handelt es sich nur um einen umgangssprachlichen Begriff, denn anders als Jesus ist Maria nach katholischem Glauben nicht aus eigener Kraft in den Himmel aufgefahren (Lateinisch: ascensio), sondern wurde von ihrem Sohn in Begleitung von Engeln aufgenommen (Lateinisch: assumptio).

Besondere Relevanz hat das katholische Hochfest im Bundesland Tirol. Hier wird seit 1959 der Befreiung von der bayerischen Besatzung im Jahr 1809 gedacht, die unter der Führung Andreas Hofers erfolgte. Der Landesfeiertag wird in Tirol daher auch „Hoher Frauentag“ genannt.

Welches Brauchtum existiert an Mariä Himmelfahrt?

In den katholischen Kirchen finden an Mariä Himmelfahrt vielfach Hochämter statt und es werden Marienlieder gesungen. Brauchtum existiert insbesondere im Kontext von Kräuterweihen, die besonders in Tirol verbreitet sind. Je nach Ortschaften werden dabei unterschiedliche Mengen an Kräutern in die Büschel gebunden. Die gesegneten Kräuter wurden sodann entweder als Tee getrunken, dem Vieh ins Futter gemischt oder als Schutz vor Blitzschlag im offenen Feuer verbrannt. Möglich ist das Binden von sieben Kräutern für die sieben Wochentage oder Sakramente), 14 Kräutern (für die Nothelfer) oder auch zwölf Kräutern für die Zahl der Apostel. Es existieren jedoch noch eine Reihe anderer symbolträchtiger Zahlen. Die Kräuterweihe zählt zu den Sakramentalien.

In Tirol beginnt an Mariä Himmelfahrt zudem der so genannte „Frauendreißiger“ und damit die besondere Gnadenzeit bis zum Fest Mariä Namen am 12. September. In diesem Bundesland existieren auch rund 20 Kirchen, die ihr Patrozinium an Mariä Himmelfahrt begehen.

Zuletzt finden auf Wörthersee und Bodensee Schiffsprozessionen statt.